Ev.-luth. St. Georgs-Kirchengemeinde

Eisdorf / Willensen

Eröffnungsgottesdienst zur Ausstellung ''Offensichtlich-Verborgen'' - Armut in den Gemeinden



Eisdorf (pb). Pastor Jens Kertess und Pastor André Dittmann, Diakoniebeauftragter des Kirchenkreises Osterode, hatten zusammen mit dem Kirchenvorstand zu einem Gottesdienst und einer Ausstellungseröffnung in die St. Georgs-Kirche zu Eisdorf geladen. Beide Aktionen befassten sich mit einem Tabuthema, was in vielen Gemeinden offensichtlich noch immer im Verborgenen liegt, weil die einen es nicht sehen, und die anderen nicht offen legen wollen: Armut, schon längst auch bei uns um die Ecke gibt.

 

 

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Immer wieder Beschädigungen an den kirchlichen Gebäuden in unserer Gemeinde!



Jetzt auch ein zerschlagenes Kirchenfenster und ein beschädigtes Kirchenfenster!

In der letzten Ausgabe des Gemeindebriefes informierte der Baubeauftragte unserer Kirchengemeinde, Herr Wolfgang Lewin, über die  mutwilligen Beschädigungen an den kirchlichen Gebäuden in unserer Gemeinde. Er teilte mit, daß die meisten Schäden von der Kirchengemeinde getragen werden müssen.

Auch in den letzten Wochen wurden die Gebäude wieder beschmutzt und beschädigt. Nicht nur das die Fenster des Pfarrhauses mit Essensresten und Müll beworfen wurden, nein, es wurde auch Ende August ein Kirchenfenster zerschlagen und Anfang September wurde etwas gegen ein Fenster geworfen, so daß es beschädigt wurde.

Es entstanden erhebliche finanzielle Schäden!

Diese Sachbeschädigungen wurden zur Anzeige gebracht.

Wir möchten die Gemeindeglieder darum bitten, ein ,,Auge'' auf die Gebäude zu haben und bei Auffälligkeiten den  Pastor Herrn Kertess oder den Kirchenvorstand zu benachrichtigen.








Gott spricht: Ich schenke ihnen ein anderes Herz und schenke ihnen einen neuen Geist.

....Ich nehme das Herz aus Stein aus Ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch. (Hesekiel 11,19)

Gottes Ärger über sein geliebtes Volk muss groß gewesen sein. Erst führte er sie aus der Sklaverei, schenkte ihnen Gebote zum Leben und ein Land voll Milch und Honig. Dann schenkte er ihnen weise Führer wie Richter und Könige. Schließlich versprach er ihnen seinen ewigen Schutz im Leben und im Sterben. Und was macht sein geliebtes Volk?
Es lebte , als gebe es ihren Gott gar nicht. Zwar hielt man sich an die Rituale und die Feiertage, aber alles war schon lange hohl. Nach dem Fest, nach dem Ritual kam der Alltag, wo angeblich nur die Gesetze des Marktes gelten durften. Das ärgerte Gott, ja, es machte ihn im Laufe der Zeit zornig. Und dann kannte er mal einen Moment lang kein Erbarmen mehr. Die Babyloner überrollten das Volk Israel, sie schleiften den Tempel und führten viele Gefangene weit weg aus der Heimat nach Babylon. Dort saßen sie dann und klagten sich und Gott ihr Leid.
Das reute Gott. Der kleine Augenblick, wo er sein Volk verlassen hatte, reute ihn. Darum macht er ihnen ein einzigartiges Versprechen: Ich schenke ihnen ein anderes Herz und schenke ihnen einen neuen Geist. Ich nehme das Herz aus Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz aus Fleisch. So etwas wird nicht alle Tage versprochen. Gott wählt seinen Knecht und Propheten Hesekiel aus für dieses Versprechen. Gott selbst wird dafür sorgen, dass das Herz der Menschen weich und empfänglich sein wird für die Not der anderen.

Zu dem Monatsspruch passt die nachfolgende Erzählung von Pastor Dittmann, Pastor an den Berufsbildenden Schulen I. des Landkreis Osterode am Harz und Diakoniebeauftragter im Kirchenkreis Osterode am Harz.  

..., der spuckt Gott ins Gesicht!

,,So, das übernehmt ihr bitte!'' Ein kurzes Aufstöhnen, doch dann beginnen meine Schülerinnen und Schüler von der Tafel abzuschreiben. Stille, na ja zumindest nur leises Gemurmel. „Mhm", denke ich, „es fragt ja heute gar keiner nach - Dann habe ich es also geschafft ordentlich zu schreiben!". Ich lasse meinen Blick schweifen.

Was ist denn mit Chantal? Chantal kneift immer so die Augen zusammen, schaut angestrengt zur Tafel. „Sie sitzt doch mit dem Rücken zum Fenster. Blenden kann sie eigentlich nichts.", überlege ich. Ich sehe, sie hat noch nichts auf ihrem Blatt. Plötzlich reibt sie sich die Augen, senkt den Kopf – und schaut auf das Blatt ihrer Nachbarin...Dann beginnt sie zu schreiben. Immer so weit, wie ihre Nachbarin schon ist. Irgendwie ein eingespieltes Team. - Stimmt, häufig sehe ich wie Chantal die Augen zusammen kneift, wenn sie Dinge anschaut, die weit weg sind....und sich dann die Augen reibt.

Mein Blick geht weiter in die Runde. Peter hat auch noch nichts geschrieben. Er hat nicht einmal ein Blatt vor sich. Ich gehe zu ihm. „Sag mal, hol mal deinen Block raus. Willst du gar nicht anfangen, zu schreiben?" Peter schweigt, schaut auf den Tisch. „Ich habe meinen Block heute vergessen.", gibt er mir möglichst leise zu verstehen. „Der hat immer seinen Block zu Hause vergessen!", ruft ein Klassenkamerad dazwischen. „Genau, der ist einfach zu blöd, die Sachen einzupacken!" Einige lachen.

Chantal nicht. „Hier, kannst ein Blatt von mir haben!". Peter schreibt endlich ab.

Da fällt mir was ein: Peter hat auch sehr lange gebraucht, das Kopiergeld abzugeben. Sein Klassenlehrer hatte mir erzählt, dass es ihn schon nervt. Nur von Peter fehlte das Geld lange...

Chantal ist eben ein bisschen müde, Peter schusselig. So sind Schüler eben. Die müssen sich nur ein bisschen mehr anstrengen, dann wird das schon wieder. Sonst gefährden die beiden ihren Schulabschluss und ihre Chancen auf einen guten Arbeitsplatz.

Doch bei genauerem Nachdenken keimt in mir der Unsicherheit: Was ist, wenn die beiden weder müde noch schusselig sind? Ich will nachfragen.Gleich nach dem Unterricht. „Mir ist da was aufgefallen, … wenn ihr darüber reden wollt..." „Nein, nein! Alles bestens, Herr Dittmann!"

Ein paar Tage später. Chantal möchte mich sprechen. Sie erzählt mir von ihren Augen. Dass Sie kurzsichtig ist und für die Ferne eigentlich ne Brille braucht. Doch die bezahlt ihr die Krankenkasse nicht – sie ist über 18. Und das Geld, das die Brille kostet, können ihr die Eltern nicht geben. „Das Geld ist einfach zu knapp.", sagt sie. „Ich gebe dem Peter übrigens jetzt häufiger mal nen Blatt." - „Das ist aber nett!" - „Nee, dass ich nicht nett," wehrt sie ab. „Ich will nicht, dass er immer 'nen dummen Spruch abbekommt. Das hat er nicht verdient. Wer weiß, wie das bei ihm alles so ist". Sagt's und geht.

Weiß Chantal, dass sie etwas Großes tut? Wieso? „Wer dem Armen missachtet, der spuckt Gott ins Gesicht. Wer dem Hilflosen beisteht, der ehrt Gott." (Die Bibel. Buch der Sprüche, Kapitel 14 Vers 31)

Was sollte ich machen? Was machen Sie?

 


 

 

NEUE JUGENDLEITER IN EISDORF!

Im Vorstellungsgottesdienst der Vorkonfirmanden am 13. Sep. 09 wurden 4 neue Jugendleiter der Gemeinde vorgestellt.

Laura Wenzel, Rico Folta, Mark Brühne und Tobias Allershausen.

Die vier haben beim Jugenddienst in Osterode eine Umfangreiche Ausbildung genossen und werden nun das Eisdorfer Jugendleiterteam verstärken.

Wir freuen uns über ihre Unterstützung in der Kinder- und Konfirmandenarbeit und den vielen anderen Arbeiten, die in einer Kirchengemeinde zu bewältigen sind und wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg !

Euer Kirchenvorstand

,,JAMES BOND 007'' - Vorstellungsgottesdienst....

 

....James Bond auf dem Abstellgleis

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